Jan Weiler - Menschsein ist anstrengend
Vor fast ausverkauftem Haus und einem begeistertem Publikum las Jan Weiler aus seinen schönsten Kolumnen.
Früher war wirklich alles anders. Da hatte man noch Argumente. "Jetzt habe ich Kinder.“ Diesen Satz aus Jan Weilers aktuellem Buch „Mein neues Leben als Mensch“ möchte man spontan noch ergänzen: „Sowie einen italienischen Schwiegervater und einen wohlgenährten Hamster.“ Solche und weitere Familienmitglieder machen so ein Menschenleben ziemlich anstrengend – und für den Leser äußerst vergnüglich. Bei seiner Lesung am Montag, 7. November, 20 Uhr, im Rahmen der LesArt, im Markgrafensaal, Ludwigstr. 16, gab Jan Weiler Einblicke in sein ‚beschwerliches’ Leben.



Wolf Wondratschek
"Meinen Mantel lass ich an, aber keine Angst ich bleibe noch ein bisschen" Mit diesen Worten begann Wolf Wondratscheck seine überaus vergnügliche Lesung vor vollen Rängen in der alten Synagoge. Begeistert hingen die Zuhörer an seinen Lippen, wie der legendäre Rock Poet seinem Sohn die Welt erklärt. Nur das interessierte diesen herzlich wenig...



Jörg Maurer
Vor vielen, vielen Jahren gab es einmal einen Wildschütz Jennerwein der, wie bekannt von hinten erschossen, ein jähes Ende fand. Ist er jetzt wiederauferstanden? Als Kommissar Jennerwein in den überaus vergnüglichen Alpenkrimis den mit vielen Preisen überhäuften Kabarettisten Jörg Maurer.
Wer weiß? Sicher ist jedoch, daß der Saal des Evangelischen Hauses ausverkauft war. Und ebenso sicher ist, dass es den Zuschauern tierisch gut gefallen hat.
Wer Maurers Krimis kennt, der weiß, dass Kommunalpolitiker nicht gerade gut wegkommen.
Umso mutiger, dass Oberbürgermeister Matthias Thürauf diesen Part mit sehr viel Charme und Witz übernommen hat.
Vielleicht kommen die Kommunalpolitiker in Zukunft bei Maurers Krimis besser weg?



Adriana Altares
Gibt es einen passenderen Platz für die Geschichte ihrer jüdischen Eltern als die alte Synagoge? Mit köstlichen Schilderungen über die Vorbereitungen zur Bar Mizwa ihres Sohnes aber auch über die bedrückenden Begegnungen mit den Überlebenden des Holocausts begeisterte sie das Schwabacher Puplikum.


Zsuzsa Bánk
"Ich klopfe jeden Satz auf Symmetrie und Rhythmus ab" sagt Zsuzsa Bánk über sich und entwickelte so ihren ganz eigenen Stil. Vor allem Frauen lesen Bánks Romane besonders gern - heißt es. Trodzdem waren auch viele Vertreter des männlichen Geschlechts in der völlig überfüllten Synagoge. Einige mußten die offenen Einblicke in die Entstehung Bánks Bücher sogar stehend erleben.



Tom Hillenbrand
Der eine kochte - Dieter Trutschel - der andere las dazu - Tom Hillenbrand - und die vielen Gäste im ausverkauften "Goldenen Stern" erlebten einen doppelten Genuss. Zum einen der mit viel Pfeffer gewürzte "Wirtschaft"skrimi von Tom Hillenbrand zum anderen der Gaumenschmaus den Küchenchef Dieter Trutschek auf die Teller der begeisterten Gäste brachte.


