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Eva Mattes

Und über uns der Himmel - Eva Mattes liest und singt Gedichte und Chansons
Akkordeon, Synthesizer, Klavier: Dariusz Świnoga, Vokalquartett: Johanna Mohr, Babette L. Jürgens, Andreas Frye, Dankwart Pankow, Künstlerische Leitung: Irmgard Schleier

Mit Fassbinders viel beachteter Verfilmung Wildwechsel gelang Eva Mattes 1972 der Durchbruch zur preisgekrönten Kultfigur des neuen deutschen Films und zu einer der pro-filiertesten deutschen Bühnendarstellerinen. Von Kritik und Publikum gleichermaßen ge-feiert wurden ihre zahlreichen Hauptrollen in bedeutenden Zadek-Inszenierungen wie z. B. in Der blaue Engel. Seit 2002 ist Eva Mattes im ARD-TATORT als Kommissarin Klara Blum zu sehen.
 
Ein literarisch-musikalischer Streifzug durch die kosmopolitische Geschichte der Weltstadt Berlin: Als wären sie ein Stück von ihr, erweckt Eva Mattes die Goldenen 20er wieder mit der frechen und dynamischen Reimkunst Kurt Tucholskys und Walter Mehrings. Ganz gleich, ob sie rezitiert oder singt, ob Friedrich Hollaender, Hanns Eisler, Brecht oder Cole Porter, ob Schlager oder Neutöner: "Eva Mattes gehört zu jenen Bühnenkünstlern, die bloß den Mund aufzutun brauchen und wir hören gebannt zu." (Die Welt)

Und über uns der Himmel, Gedichte und Chansons, Hörbuch Hamburg, 2006


© WEVERINCK-Management
 
   
Helmut Krausser
 
Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, ist einer der vielseitigsten und interessantesten deutschsprachigen Autoren. Er schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Tagebücher, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und Musik. Er war u.a. Spieler, Nachtwächter, Zeitungswerber, Opernstatist, Sänger in einer Rock’n’Roll-Band und Journalist. Nebenbei studierte er provinzialrömische Archäologie. Seine Romane „Der große Bagarozy“ und „Fette Welt“ wurden fürs Kino verfilmt. Helmut Krausser lebt in Berlin.
 
Vincent ist Callboy, aber an Weihnachten sitzt er alleine in der Kneipe. Als die dichtmacht, lässt er sich zu Hause eine Badewanne ein. Beim Einsteigen wird er von einer Einbrecherin überrascht. Die beiden freunden sich an. Helmut Kraussers neuer Roman bringt zusammen, was nicht zusammengehört: Die unterschiedlichsten Menschen streifen durch Berlin, begegnen sich, kommen einander nah – immer auf der Suche nach dem Glück.
 
Helmut Krausser, Einsamkeit und Sex und Mitleid, Dumont Buchverlag, 2009
 
©Hagen Schnauss

 
   
Viola Roggenkamp
 
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Franken und dem Verein Synagogengasse 6
 
Viola Roggenkamp, geboren 1948, aus deutsch-jüdischer Familie, lebt als freie Autorin in Hamburg und ist eine der renommiertesten feministischen Publizistinnen in Deutschland. Sie hat Psychologie, Philosophie und Musik studiert, ist langjährige ZEIT-Autorin, Kolumnistin der taz und schreibt für die Jüdische Allgemeine.
 
Nach ihrem Bestseller „Familienleben“ erzählt Viola Roggenkamp deutsch-jüdische Geschichte anhand zweier Frauen in Deutschland: Was bedeutet es, deutsch zu sein? Was, in Deutschland jüdisch zu sein? Und was folgt aus der Tatsache, in der DDR gelebt zu haben?
Zehn Jahre nach der Wende macht sich Masia Bleiberg von Hamburg aus auf die Suche nach ihrem jüdischen Vater, der als überzeugter Kommunist in der DDR lebte. Sie begleitet einen Freund nach Dresden, der dort einen Film drehen will über die Gräfin Cosel, die Frau im Turm, die verstoßene und eingekerkerte Mätresse August des Starken.
 
Die Frau im Turm, S. Fischer Verlag, 2009
 

© Christel Becker-Rau
 
   
Liane Dirks, Der Koch der Königin
Kulinarische Lesung
 
Liane Dirks, 1955 als Tochter eines Kochs geboren, wuchs in Hamburg, der Karibik, Bayern und Nordhessen auf. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht, darunter „Vier Arten, meinen Vater zu beerdigen“. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Liane Dirks lebt in Köln.
 
Eine Geschichte über Liebe, über Macht - und darüber, was man kocht, wenn die Queen zum Abendessen kommt! Liane Dirks erzählt in ihrem neuen Roman von Elisabeth II. und einem asiatischen Diktator. Vom Geschmack an der Macht und der Lust der Subversion. Und davon, dass Kochen und Geschichtenerzählen die gleiche Liebe zum Detail und der gleiche Respekt vor der Würde des Einzelnen zugrunde liegt.
 
Der exzellente Schwabacher Küchenchef Dieter Trutschel verwöhnt uns in den Erzählpausen mit kulinarischen Kreationen aus der asiatischen Küche.
 
Liane Dirks, Der Koch der Königin, Arche Literatur Verlag 2009
 

© Nomi Baumgartl
 
   
Robert Menasse
 
Robert Menasse, 1954 in Wien geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Wien, Salzburg und Messina. Menasse lehrte anschließend - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Seit 1988 arbeitet der vielfach ausgezeichnete Menasse als freier Schriftsteller in Wien. Unter anderem erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik, den Friedrich-Hölderlin-Preis und den Lion-Feuchtwanger-Preis.
 
Wann war sie zu Ende, die Nachkriegsordnung? Als die Mauer fiel? An diesen 9. Novem- ber 1989 wird sich das junge Paar, das die Hochzeitsnacht vor dem Fernseher verbrachte, ein Leben lang erinnern. Es hat in dieser Nacht deutsche Geschichte erlebt.
Dreizehn Ich-Erzähler erinnern sich an Erlebnisse und Ereignisse, die prägend wurden für ihr Leben. Erinnerungen an den Tag, als John F. Kennedy erschossen wurde, die RAF in Wien den industriellen Palmers entführte, Griechenland Fußball-Europameister wurde.
 
Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung, Suhrkamp Verlag, 2009


© Brigiutte Friedrich

Montag, 09.11.09, 20.00 Uhr, Alte Synagoge, Saal, Synagogengasse 6
Eintritt: 8,- € / 4,- €

 
   
Thomas Gsella
 
Thomas Gsella, geb. 1958, lebt mit drei Frauen (3, 7 und 40) in Aschaffenburg. 2004 verlieh ihm Robert Gernhardt den Cuxhavener Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik. Mehr Gedichte als Prosa schreibt er fürs „Kritische Tagebuch“ des Westdeutschen Rundfunks, das Südwestradio, die tageszeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung.
 
Ein halbes Jahrhundert satirische Prosa und komisches Gedicht: Seit 50 Jahren steht Thomas Gsella für völlige Qualität und höchsten Quatsch. Das Best-of-Programm des Titanic“-Chefredakteurs versammelt die schönsten Texte und besten Gedichte: seinen ersten Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der Fußballyrik“ (taz) sowie die lustigsten Bildgedichte aus der TITANIC und unveröffentlichte neue Werke dieses „jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid).
 
Nennt mich Gott, Schönste Gedichte aus 50 Jahren, S. Fischer Verlag, 2008
Titanic – das endgültige Satirebuch, Rowohlt, 2009


© Tom Hintner
Eintritt: 8,- € / 4,- €  
   
Gerhard Falkner
 
Gerhard Falkner, geboren 1951 in Schwabach, gehört inzwischen unbestritten zu den bedeutenden Dichtern der Gegenwart. 1981 debütierte er mit seinem Gedichtband "so beginnen am körper die tage". Besondere Aufmerksamkeit erhielt der 1989 erschienene Band "wemut", mit dem er sein lyrisches Schaffen für einige Jahre einstellte. Mit "X-te Person Einzahl" (1996) kehrte er zurück. Es folgten u.a. die Bände "Endogene Gedichte" und "Gegensprechstadt – ground zero". Falkner erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Staatsförderpreis, den Peter-Huchel-Preis und zuletzt den August-Graf-von-Platen-Literaturpreis. Heute lebt Gerhard Falkner in Berlin und Weigendorf.
 
Ein deutscher Schriftsteller kommt nach Leuk in der Schweiz und erfährt, dass auch der Braunbär Bruno im Oberwallis aufgetaucht ist. Im Autor wächst, für ihn zunächst undurchschaubar, die Obsession, diesem Bären begegnen zu müssen. Es beginnt eine absurde Suche mit verdeckten Ködern, verfehlten Spuren, existenziellen Wendepunkten und verrückten Begegnungen in einer grandios beschriebenen „stifterschen“ Alpenwelt.
 
Gerhard Falkner liest auch aus seinem neuen Gedichtband „Hölderlin Reparatur“.
 
Bruno, eine Novelle und Hölderlin Reparatur, Gedichte, beide Berlin Verlag. 2008
 

© Patrick Hanisch

Mittwoch, 11.11.09, 20.00 Uhr, Alte Synagoge, Saal, Synagogengasse 6
Eintritt: 8,- € / 4,- €

 
   
Ulrike Draesner
 
Ulrike Draesner, geboren 1962 in München, studierte in Deutschland und England. Heute lebt sie als freie Autorin in Berlin. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Die Autorin ist bekannt für die Sinnlichkeit ihrer Sprache und die scharfsinnige Originalität ihres Blickes auf die Welt. Draesner hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den ersten "Preis der Literaturhäuser" und den "Droste-Preis".
 
Ulrike Draesners Gedichte sind immer schon Reisen, Expeditionen in die Zentren der Wahrnehmung, in die Grenzzonen des Körpers und in eine plötzlich leuchtende Außenwelt. In „berührte orte“ wirft Draesner das sprachliche Netz nach wirklich bereisten Orten aus, fischt nach den historischen, religiösen und medialen Phantasmen von Städten wie Damaskus oder Casablanca und lässt deren Wirklichkeit die Sprache in Schwingung versetzen.
 
Berührte Orte, Gedichte, Luchterhand Verlag, 2008
 

©  Draesner_Muheim
Eintritt: 8,- € / 4,- €  
   
Joachim Masannek, Wildernacht
Für junge Leser/innen ab 10 Jahre
 
Joachim Masannek, Jahrgang 1960, studierte Germanistik und Philosophie sowie an der Hochschule für Film und Fernsehen, arbeitete als Kameramann und Drehbuchautor für Film-, TV- und Studioproduktionen. Für die Bestseller-Reihe »Die Wilden Fußballkerle« zeichnete er als Kinderbuch- und Drehbuchautor sowie als Regisseur verantwortlich. Die Welt der Wilden Kerle in fünf Filmen und über 13 Büchern fasziniert Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Derzeit arbeitet er am Drehbuch zum Wildernacht-Projekt.
Erzählt wird die Geschichte von einem sagenhaften Land, das die Menschen seit über 1500 Jahren beschützt und von Michael Klondeik, einem Schriftsteller, der das Land Wildernacht bereist und in seinen verlorenen Tagebüchern von seinen Abenteuern berichtet. Ein Roman voller fesselnder Abenteuer und großer Gefühle. Für Fantasy-Fans.
 
Wildernacht, SchneiderBuch 2009


© büro braun

Freitag, 13.11.09, 15.00 Uhr, Foyer der Stadtbibliothek, Königsplatz 29 a Eintritt: frei

 
   
Irene Dische
 
Irene Dische, 1952 als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten in New York geboren, begab sich im Alter von 17 Jahren als Tramperin auf Weltreise, studierte nach ihrer Rückkehr in Harvard und wurde als Schriftstellerin 1989 in Deutschland mit dem Erzählband „Fromme Lügen“ schlagartig berühmt. Mit „Großmama packt aus“ gelang ihr ein Roman-Bestseller. Heute lebt sie in Berlin und Rhinebeck. 1989 wurde Dische mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. 1991 erhielt sie als erste Preisträgerin den Jeanette-Schocken-Preis.
 
Yes, she can. Endlich mal eine Frau ohne Probleme: Clarissa, schön und unbedarft, reist von einem Mann zum anderen. Ihr Ziel ist die Heimat, Amerika, das sie vor mehr als zehn Jahren verlassen hat und über dem nun ein spezieller Zauber liegt. Obama. Irene Dische liebt tollkühne, leicht absurde Plots, freche Pointen und Erzählfiguren, die sich mit einer Mischung aus Unverschämtheit und Naivität durch die Realität schlagen. Clarissa, ihre Protagonistin, ist eine typische Vertreterin des literarischen Schelms.
 
Clarissas empfindsame Reise, Hoffmann und Campe 2009
 

Samstag, 14.11.09, 20.00 Uhr, Alte Synagoge, Saal, Synagogengasse 6
Eintritt: 8,- € / 4,- €

 
   
Boris Palmer
 
Boris Palmer studierte Geschichte und Mathematik in Tübingen und Sydney. 1996 trat er den Grünen bei und wurde Mitglied im Kreisvorstand der Partei. 2001 wurde er in den baden-württembergischen Landtag gewählt, dort war er umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher, nach seiner Wiederwahl 2006 auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Nachdem er im Oktober 2006 zum Oberbürgermeister der Stadt Tübingen gewählt wurde, schied er 2007 aus dem Landtag aus.
 
Boris Palmer zeigt, dass die wichtigste politische Aufgabe unserer Zeit, der Klimaschutz, an erster Stelle in den Städten und Gemeinden gelöst werden kann: Weil in Tübingen bürgerschaftliches Engagement und Politik so erfolgreich ineinandergreifen, dass CO2-Ausstoß und Energiekosten sinken, ist die Stadt am Neckar in kurzer Zeit zu einem Modell geworden: Die Bürger sparen Geld, der Zusammenhalt in der Stadt wächst und die Lebensqualität steigt.
 
Eine Stadt macht blau. Politik im Klimawandel - das Tübinger Modell, Kiepenheuer und Witsch, 2009
 
 
 
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